Ursache und Wirkung

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Ein Beitrag von Norbert Müller

Das Thema könnte nicht aktueller in die Zeit und zum Titel unseres aktuellen Erlebnisvortrages „Potentiale“ mit Ralf Jantschke, Sandra Probst und Walter Rotter, passen. Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftssituation.

Ich hab versucht die Ursachen zu verstehen und bin dabei auf das Thema der Staatsverschuldung gestoßen. Mittlerweile ca. 5 Billionen EUR (5000 Milliarden) und pro Sekunde kommen 4.439,- EUR dazu. Weltweit sind es über 200 Billionen $. Davon alleine die USA als Schuldenweltmeister, mit knapp 40 Billionen dabei. Regulär zurückzahlbar ? Niemals mehr ! Hoch interessant - das Thema der Finanzinstrumente, z.B. Derivate. Kurz um, verbriefte Wetten, mit 0,00 Wertschöpfung. Der gesamte Weltfinanz- und Wirtschaftmarkt ist mit ca. 600 Billionen $ davon durchseucht. Unsere Produktivität kann längst mit dieser Art der politisch abgesegneten, „systemrelevanten“ Geldmehrungsmaschinerie, längst nicht mehr Schritt halten. In ihrer Wirkung ein Instrument der Finanzwelt zum Geldverdienen auf Kosten der „Realwirtschaft.

Ursache und Wirkung - systemgeführte kollektive Schuldenfalle und Wertemanipulation ? Henry Ford hat einmal gesagt: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

Dagegen ist das hausgemachte Problem der Automobilwirtschaft nur Begleitmusik. Hier werden zwar Lenkrad, Bremse und Rückwärtsgang in die Autos gebaut, selbst scheint man aber bei der Unternehmenssteuerung nur Vollgas und vorwärts-geradeaus zu kennen. Interessant - die geschaffenen Absatzförderungsmodelle – Finanzierungskonstrukte – also Pump.

Ursache und Wirkung einer globalen Verantwortungslosigkeit unserer Führungselite gepaart mit Größenwahn und Gier ohne Grenzen. Versteckt hinter Begriffen wie Globalisierung, Shareholder-Value, Gewinnmaximierung und das zwanghafte Streben nach stetigem Wachstum. Eine totale Irreführung, welche wir zu einem Teil selbst mit tragen. Wenn wir ernsthaft darüber nachdenken, wissen wir, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Innehalten, Nachdenken, Konsolidieren, ein Stück zurück um neuen Schwung zu holen - alles nicht erlaubt. „Minuswachstum“ – allein diese Wortbildung, spricht für sich. Ich meine, spätestens wenn „Gier, Hirn frisst“ wie am Beispiel des US-Oberfinanzgauklers Alan Greenspan, sollten doch auch bei uns die Alarmglocken laut genug läuten. Der hat gesagt, er hätte nicht gewusst, dass die von den Zentralbanken initiierten und gesteuerten „Finanzspiele“, Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben würden. Total verblödet, oder Absicht?

Nun wie auch immer - wenn uns die globalen Dinge über den Kopf zu wachsen scheinen, ist das häufig mit ganz persönlichen Richtungsfragen verbunden. Ich denke wir wären gut beraten, uns dabei besonders auf unsere eigenen Potentiale und Werte zu stützen. Die Dinge in unserem direkten Einflussbereich richten -  bewährte Beziehungen und regionale Kräften noch enger und effektiver bündeln. Kriesen sind keinesfalls Zeiten des Untergangs. Das sind Zeiten des Wandels und des Aufbruchs. Kriese = Chance. Wer das anders sieht, hat schon im Kopf verloren. Auch Henry Ford hat einmal dazu gesagt: „Ob Du denkst Du kannst es, oder Du Kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten“.

Chancen die man vergibt, nutzen andere - in diesem Sinne, wünsche ich Ihnen viel Antrieb und Freude beim täglichen Chancen nutzen mit gebündelten Kräften.

Ihr Norbert Müller