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Pilotprojekt IT-Sicherheit: Nordbayern ist Vorreiter

Geschrieben von  Janina Hofmann
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Berlin, 11. Januar 2012. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sensibilisieren mittelständische Unternehmen für mehr IT-Sicherheit – das ist das Ziel eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Modellprojekts. Den Startschuss gab Staatssekretär Hans-Joachim Otto vom BMWi bereits im Oktober 2011 auf der IT-Security-Messe it-sa in Nürnberg. Im Januar geht das Projekt in Hof, Regensburg und Aschaffenburg in die zweite Runde. Die Region Nordbayern ist Vorreiter. Zukünftig soll das Mo-dellprojekt deutschlandweit durchgeführt werden.

Kostenfreie Workshops für Steuerberater

Kostenfreie Workshops, durchgeführt vom Landesverband der steuerbera-tenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e.V. (LSWB), vermitteln Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern das nötige IT-Wissen, damit sie ihre Mandanten auf IT-Sicherheitsrisiken hinweisen und ihnen praktische Tipps geben können. „Der Fokus liegt dabei nicht auf hoch komplexen, technischen Ratschlägen, sondern vielmehr auf einfachen Lösungen, durch die sich Mit-telständler beispielweise gegen die steigende Computerkriminalität schützen können“, erläutert Steuerberater Wolf D. Oberhauser aus Alzenau vom LSWB.

„Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind keine IT-Experten. Sie genießen aber ein hohes Vertrauen bei ihren Mandanten und arbeiten selbst mit sen-siblen Daten. Durch ihre eigenen Erfahrungen aus der Kanzlei wissen sie, wie wichtig IT-Sicherheit gerade in mittelständischen Unternehmen ist und wo die Tücken liegen“, ergänzt Heike Troue, Geschäftsführerin des Projektträ-gers Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN). „Daher sind Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ideale Multiplikatoren.“

Die Notwendigkeit für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand unterstreicht die ak-tuelle DsiN-Studie „IT-Sicherheitslage im Mittelstand 2011“. Sie belegt, dass mittelständische Unternehmen das Thema IT-Sicherheit unterschätzen und somit auch gravierende wirtschaftliche Folgen in Kauf nehmen, die etwa durch Viren oder Datendiebstahl entstehen können. Sicherheitslücken beste-hen laut der Studie insbesondere in der Kommunikation über Email und mo-bile Endgeräte, wie Mobiltelefone oder Tablet-PCs.

Modellprojekt bald auch bundesweit

An dem Modellprojekt unter dem Dach der TASK FORCE „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sind neben dem LSWB weitere große Akteure des Berufstandes der Steuerberater und Wirtschaftsprüfern beteiligt: die Steuerberaterkammer Nürnberg und die Bundessteuerberaterkammer als auch die DATEV eG, der Deutsche Steuer-beraterverband e.V. und das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.. Gemeinsam mit diesen Partnern wird das Modellprojekt in den kom-menden Monaten auf weitere Regionen in Deutschland ausgeweitet.

Die nächsten Termine in Bayern sind:

  • Hof, Mittwoch 18.1.2012 (13.30 - 17.30 Uhr)
  • Regensburg, Donnerstag 19.1.2012 (8.30 - 12.30 Uhr)
  • Aschaffenburg, Montag 30.1.2012 (14.00 - 18.00 Uhr)

Informationen und kostenlose Anmeldung zu den Workshops unter: www.lswb.de

DsiN: Produktneutral und herstellerübergreifend ist Deutschland sicher im Netz e.V. zentraler Ansprechpartner für Verbraucher und mittelständische Unternehmen. Bei DsiN engagieren sich Unternehmen, Vereine und Branchenverbände. Sie leisten mit ihren konkreten Handlungsversprechen einen praktischen Beitrag für mehr IT-Sicherheit. Seit Juni 2007 ist das Bundesministerium des Innern Schirmherr für DsiN. www.sicher-im-netz.de

Zuletzt geändert am: Donnerstag, 12. Januar 2012 um 07:25 Uhr
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